Es lief nicht gut für die Remagener Badminton Spieler am Wochenende. „Nur“ ein Punkt gegen die direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt aus Jena und Fischbach könnte in der Endabrechnung zu wenig sein. Tragischer Held wurde an diesem Wochenende Timm Griesbach, der das zweite Herreneinzel an beiden Tagen erst im dritten Satz verlor – einmal 19:21, tags drauf gar in der Verlängerung 21:23 – knapper ging es wirklich nicht.

 

Die zahlreichen Zuschauer sahen Regionalliga Badminton auf höchstem Niveau und feuerten ihr Team immer weiter an. Am Samstag gegen Jena führte man nach dem ersten Doppel und dem Damendoppel mit 2:0 und auch das zweite Doppel gewann den ersten Satz. Doch dann verloren Thilo und Tobias Mund den Faden und anschließend das Spiel. Danach sorgten noch der aus Spanien „eingeflogene“ Mannschaftsführer Max Stage und das Mixed mit Thilo Mund und Sarah Kämpf mit klaren Siegen für die weiteren Punkte. 4:4 Unentschieden – hätte besser laufen können, aber auch schlechter.

Auch am Sonntag gab es eine 2:1 Führung nach den Doppeln. Die Remagener hatten umgestellt und die Mund Brüder auseinander gezogen – mit großem Erfolg. Thilo Mund und Max Stage gewannen das zweite Doppel und überraschend holten Tobias Mund und Timm Griesbach gegen den ehemaligen Nationalspieler Fabian Hammes und seinen Partner Julian Degiuli (auch immerhin 1. Bundesligaspieler) ebenfalls einen Sieg. Das diese Saison immer besser in Fahrt kommende Damendoppel Laura Meyer und Sarah Kämpf ging als Favorit ins Spiel, verlor aber leider knapp in drei Sätzen. Nach Niederlagen im 1. Einzel, dem 3. Einzel und dem Dameneinzel wurde aus der Führung ein Rückstand, den Thilo Mund und Sarah Kämpf mit einem klaren Sieg verkürzen konnten. Das abschließende 2. Herreneinzel war dann nichts für schwache Nerven, die Führung ging ständig hin und her, Timm Griesbach hatte gar drei Matchbälle und dann….siehe oben.

„Ich kann meinem Team nichts vorwerfen,“ fasste Trainer Heiko Weinert zusammen „alle haben toll gespielt und phantastisch gekämpft. Beide Spiele standen auf des Messers Schneide, leider mit suboptimalen Ergebnis für uns.“ Die Remagener stehen nun jetzt zwei Spieltage vor Schluss erstmalig in dieser Saison auf einem Abstiegsrang. „Dann müssen wir es halt wieder am letzten Spieltag machen,“ kommt mit Rückblick auf die jeweiligen knappen Klassenerhalte der Vorjahre von Teamcaptain Max Stage und fügt hinzu „Wir schaffen das - irgendwie - wie immer!“