Mit insgesamt sechs Aktiven und einem Trainer reisten die Spieler des BC Remagen zu den diesjährigen Deutschen Meisterschaften U22 nach Peine, um sich dort mit den besten Junioren Deutschlands zu messen. Der Ausrichter hatte u.a. mit den Spielfeldmatten ein würdiges Umfeld bereitgestellt und auch das Turnierhotel (Minibar for free!) wusste mit Zimmern in Tanzsaalgröße zu überzeugen.
Was sich erst einmal nach einem netten „Betriebsausflug“ anhört, wurde zu einem der größten Individualerfolge der Remagener Badmintongeschichte.

Tobias Mund schaffte nämlich zum Abschluss seiner Juniorenzeit mit dem Erreichen des Halbfinals den Sprung auf´s Treppchen, belegte den dritten Rang und gewann damit eine Bronzemedaille bei den Meisterschaften - eine RIESENLEISTUNG! Mit etwas Glück hätte es sogar etwas mehr sein können, aber der junge Remagener, der u.a. auch in der Badminton Akademie in Bonn-Beuel ausgebildet wurde, unterlag im Halbfinale denkbar knapp im dritten Satz gegen Mark Byerly vom TV Refrath – schade, aber auch so ein Topergebnis, mit dem man vorher nicht hätte rechnen können!
Im Herrendoppel lief es dagegen nicht so rund bei ihm - er und sein Bruder Thilo schieden als an 5/8 gesetzte bereits in der zweiten Runde aus, das allerdings wiederrum knapp im dritten Satz, nachdem die beiden schon einen Matchball hatten. Ebenfalls bis in die zweite Runde schaffte es Lennart Konder mit seinem Andernacher Partner Fabian Bender, dort mussten sie sich allerdings nach großer Gegenwehr den an 2 gesetzten Behme und Gredner vom ausrichtenden VfB/SC Peine geschlagen geben.
Sarah Sass durfte bei ihrem letzten Auftritt im Remagener Dress – sie wechselt rheinabwärts zum 1.BC Beuel – noch einmal in allen drei Disziplinen ran. Nach teilweise guten Spielen mußte sie allerdings jeweils früh die Segel streichen. Ihr auf jeden Fall alles Gute für die Zukunft, aber man wird sich ja noch öfter sehen, denn schließlich ist Sarah (als angehende B-Trainerin) ja weiterhin für zwei Jugendgruppen in Remagen verantwortlich.
In Peine schlugen auch Annica Rohbeck und Olivia Kaden auf. Für die beiden gerade mal erst 16jährigen Mädels war alleine schon die Qualifikation für die nationalen Titelkämpfe ein Riesenerfolg. Nachdem beide im Einzel nach anfänglicher (verständlicher) Nervosität „ordentlich“ mitgespielt haben, schnupperten sie im Doppel sogar am Satzgewinn. Leider zogen die beiden dann aber doch mit 20:22 den Kürzeren. Allerdings dürfen sie noch fünf bzw. sechs Jahre in dieser Altersklasse starten, sie werden also bestimmt noch die eine oder andere Chance erhalten ihre Klasse zu beweisen.