Nachbericht zum Doppelspieltag am 23./24.02.2019

Ein chaotisches Wochenende liegt hinter den Badminton-Cracks des BC Remagen: Alle drei Mannschaften hatten ihre Spiele, leider fehlte aber das Personal.

Team 3 trat in Güls mit nur zwei Herren an und gab damit gleich drei Spiele kampflos ab. Lediglich das Dameneinzel konnte Kathi Rohbeck für sich entscheiden, am Ende stand es 1:7. Die „Zweite“ musste in der Oberliga im Saarland aufs Feld. Hatte man sich gegen das Tabellenschlusslicht Saarbrücken noch gute Chancen ausgerechnet, wurden diese aber am Samstag mit dem nicht ganz erwarteten 3:5 nicht erfüllt. Die Punkte holten Vincent Wansorra/Mirko Kopf im 1., Heiko Weinert/Oliver Schubert im 2. Doppel sowie Annica Rohbeck im Einzel. Tags darauf hatten die Remagener nun mit Ersatz gegen Hütschenhausen keine Chance. Lediglich im Damendoppel konnten Annika Konder/Annica Rohbeck sowie noch einmal Rohbeck im Einzel Punkte einfahren, Endergebnis 2:6. Der BCR steht bei zwei noch ausstehenden Spielen nur noch einen Punkt vor einem Abstiegsplatz, es bleibt spannend.

Dramatisch ging es beim Spitzenteam in der Regionalliga zu. Hier fielen mit Thilo Mund und Timm Griesbach gleich zwei Stammspieler aus. Und da man sich aufgrund des guten Tabellenstandes dazu entschlossen hatte, keine Spieler aus der Zweiten hochzuziehen, griff man in der Vereinsrangliste weit nach unten. Bei realistischer Einschätzung war gegen den direkten Tabellennachbarn Gera allenfalls ein Unentschieden drin, dann musste es aber schon verdammt gut laufen. Das 1. Doppel und die beiden Spitzeneinzel hatte man auf der Rechnung, evt. noch das Damendoppel. Begonnen wurde mit dem 2. Doppel (Bernd Mockenhaupt/Julian Voigt) und den Mädels (Sarah Kämpf/Theresa Ebertz). Die große Erfahrung von Remagens früherer Nummer 1 Mockenhaupt und der aufopferungsvolle Einsatz von Julian Voigt, der sonst in der Dritten spielt, reichte leider nicht aus, insbesondere der 2. Satz ging mit 19:21 aber nur ganz knapp verloren. Hochspannung dann bei den Damen. Im Entscheidungssatz ging es in der Verlängerung hin und her, doch nach gefühlt zig Matchbällen für die Remagener ging die Partie hauchdünn mit 24:26 an Gera. Zwischenzeitlich konnte das 1. Doppel (Max Stage/Tobias Mund) in zwei knappen Sätzen den ersten Remagener Punkt holen. Nach der Niederlage im Damendoppel schrumpften die Hoffnungen auf das Unentschieden ganz erheblich. Doch hatte man nicht mit „Altmeister“ Mockenhaupt gerechnet. Zusammen mit Ebertz lieferten beide ein Superspiel ab. Mit einer manchmal seltsamen Mischung aus Mixed- und Doppelspiel stellten sie die Gegner ein ums andere Mal vor Rätsel und brachten mit 21:14 und 21:17 gegen die erfahrene Geraer Paarung das Spiel nach Hause. Kämpf, aus taktischen Gründen heute im Einzel, schlug sich gut, musste das Spiel aber in zwei knappen Sätzen abgeben. Im 3. Einzel hatte Julian Voigt trotz enormen Einsatzes keine wirkliche Chance. Die Entscheidung über Niederlage oder doch noch Unentschieden musste nun in den beiden Einzeln fallen. Max Stage erledigte diese Aufgabe im 2. Einzel mit 21:15/21.17 recht souverän. Hatte Mund sein Gegenüber im Hinspiel noch förmlich an die Wand gespielt, machte er es diesmal spannend, hatte aber genug Nerven und sicherte mit 21:19/21:16 dem BCR den erhofften einen Punkt. Und trotzdem hätte es sogar noch zu einem Sieg reichen können, aber das wäre vielleicht des Guten ein wenig zu viel gewesen.

Am Tag darauf die gleiche Situation. Mit Jan Meyer, der zuletzt in der Jugend ein Pflichtspiel absolvierte und Tom Klaube traten die Römerstädter in Maintal an. Um hier wenigstens einen Punkt zu holen, mussten die Damen erfolgreich sein. Das 1. Doppel (Stage/Tobias Mund) ging gegen eine sehr starke Maintaler Paarung verloren. Dafür holten Kämpf/Ebertz mit 21:19/21:7 den ersten Zähler. Kämpf konnte auch im Einzel überzeugen und ließ ihrer Gegnerin beim 21:12/21:18 keine Chance. Nun hing es wieder an den beiden ersten Einzeln, Tobias Mund und Stage waren aber auch an diesem Tag eine Bank für die Rheinländer und sicherten damit das Unentschieden. Der BCR hat mit vier Punkten Vorsprung den zweiten Tabellenplatz verteidigen können und kann in vier Wochen relativ entspannt zum Showdown ins Saarland fahren. Egal, wo man am Ende steht. Es war erneut eine „geile“ Saison.