Die Reise zu den Deutschen Meisterschaften der Altersklassen O35 nach Herrenberg hat sich für den BCR gelohnt: Mit Medaillen dekoriert kehrten Sarah und Mascha im Damendoppel sowie Oli und sein Brandenburgischen Partner zurück.
3 Tage dauerte das Klassentreffen in BaWü. In 50 Konkurrenzen maßen sich über 580 Teilnehmer auf 14 Feldern miteinander - und unsere Starter waren nicht nur dabei, sondern mittendrin.
Tag 1: Einzel: Die Geschichte des ersten Tages ist schnell erzählt - auch weil die Losfee keine Freundin unserer Starter Oli Schmidt (in O40) sowie Sebastian Strödke (in O45) war. Oli bekam es gleich in der ersten Runde mit dem Topgesetzten Spieler zu tun. Und wenn man dann im dritten Satz zu 19 verliert, dann hatte man wohl nicht nur Pech bei der Auslosung, sondern auch nicht das nötige Quäntchen Glück im Spiel.
Etwas besser lief es bei ‚Schnubbel‘ Strödke. In der ersten Runde konnte er sich warmspielen, bevor er es bereits in der zweiten Runde mit dem Turnier-Favoriten zu tun bekam. Und auch Sebastian hatte sich nicht viel vorzuwerfen angesichts des Spielverlusts zu 18 und zu 19 - und das gegen den späteren Deutschen Meister Hendrik Westermeyer!
Tag 2: Doppeldisziplinen: Der zweite Tag sollte zum Höhepunkt aus BCR-Sicht werden. Sarah und Mascha gingen in der jüngsten Altersklasse 035 von Setzplatz 2 aus ins Turnier und sie spielten sich ohne Probleme und ohne Satzverlust ins Finale. Hier trafen sie auf die an Position 1 gesetzte Paarung aus Niedersachsen. Nach dem ersten zu 9 gewonnenen Satz wollte unser Doppel die Punkte zu schnell, agierte etwas leichtfertig und so ging der zweite Satz unnötig zu 19 verloren. Einmal geschüttelt und neu justiert wurden im dritten Satz die Kräfteverhältnisse aber schnell wieder geradegerückt: Der Satz ging erneut zu 9 an unsere Zwei. Der Rest war Jubel für die von beiden zum ersten Mal errungene Deutsche Meisterschaft im Seniorenbereich.
Parallel lief das Endspiel in der Altersklasse O40 mit Oliver und seinem Partner Sebastian Nietke aus Potsdam. Erst ihr zweites Turnier spielten die beiden zusammen - und wie… Als Topgesetzte ging die Brandenburgisch-Rheinländische Paarung an den Start. Ihrem druckvollen und variablen Spiel war bis zum Endspiel keine andere Paarung gewachsen, sodass sie ebenfalls ohne Satzverlust das Finale erreichten. Hier gab es für Oli ein Wiedersehen mit Gregory Schneider, dem er am Vortag in Runde eins unterlegen war. Und es entwickelte sich ein dramatisches Finale, in dem es nach zwei gespielten Sätzen noch keinen Sieger gab. Während Sarah und Mascha bereits ihren Sieg feierten, ging es für Oli in den dritten Satz. Und hier wurde nicht taktiert, sondern geschmettert, was die Arme hergaben. Während es beim Seitenwechsel noch ganz knapp war, setzte sich jetzt das gegnerische Team aus Bayern leicht ab und holte sich den Sieg und damit den Meistertitel. In einem Finale, das eigentlich keinen Verlierer verdient hatte, holte Oli die Silbermedaille und damit den zweiten Podestplatz für den BCR.
Tag 3: Mixed: Auch die Geschichte des letzten Tages ist (leider) wieder schnell erzählt. Ohne Spannung, Konzentration und vielleicht auch ohne die nötige Kraft ereilte Sarah und Oli bereits in Runde 1 des Mixed in O35 das Aus. Etwas besser erging es Mascha an der Seite von Johann Höflitz vom Zweitligisten Jena ebenfalls in der Klasse O35. In drei Sätzen gewannen sie die erste Runde. Und auch das Spiel der zweiten Runde verlief überwiegend auf Augenhöhe. Es fehlten schließlich nur Nuancen, aber das Spiel ging in der Verlängerung des dritten Satzes dann doch verloren.
Fazit: Tatsächlich war es ein großartig organisiertes Turnier, in dem sich die Altersklassen von O35 bis hin zu O80 (!) sportlich miteinander messen konnten. Aber der Begriff des Klassentreffens passte auch in einer weiteren Hinsicht: Trotz aller vorhandener Rivalität hatten die Stunden zwischen den einzelnen Spielrunden eher den lockeren Charakter eines Ehemaligen-Jahrestreffens. Und an diesen Jahrestreffen können unsere jüngeren Älteren ja noch einige Jahre teilnehmen.
