Vereinschronik

In der mittlerweile über 60-jährigen Vereinsgeschichte gibt es eine Menge über den Badminton Club Remagen zu erzählen!

1950er

Mitte der 50er Jahre wird in Deutschland eine neue Sportart populär: BADMINTON. Auch die Remagener Dieter Schiller und Werner Lindemann sind von dem aus England importierten Sport begeistert und bauen auf der Wiese neben der Maristenschule in der Bergstrasse (später das Wehrmedizinalamt der Bundeswehr und heute ein Wohngebäude) ein Netz auf und probieren das Spiel. Noch ein Dritter interessiert sich für den neuen Sport: Franz Avancini. Er hat die Idee,einen Verein zu gründen, um so den Sport wettkampfmäßig betreiben zu können. Weitere Freunde und Bekannte werden mobilisiert, und im September 1957 treffen sich schließlich 15 fest Entschlossene im "Westfälischen Hof" zur ersten Sitzung: Der BADMINTON CLUB REMAGEN ist geboren.

Franz Avancini wird zum 1.Vorsitzenden gewählt und Dieter Schiller übernimmt den Posten des Geschäftsführers, den er 14 Jahre lang behalten wird. Bald wird offiziell das Training in der Turnhalle der Maristenschule aufgenommen, der zur damaligen Zeit einzigen Turnhalle in Remagen. Die Zustände sind allerdings für heutige Zeiten unvorstellbar. Es gibt weder Duschen, noch Umkleidekabinen geschweige denn eine Heizung. Im Winter verzieht sich das Holz des Parkettbodens so stark, dass man zeitweise mit dem Training aussetzen muss. Dennoch tritt man ein Jahr später dem Badminton Verband Rheinland bei, und stellt eine Mannschaft zusammen, um in der Verbandsliga, der damals einzigen Liga im Rheinland, anzutreten. Noch im gleichen Jahr findet auch die erste Remagener Stadtmeisterschaft statt.

1960er

Das Jahr 1960 bedeutet einen schweren Rückschlag für den noch jungen Verein. Die Turnhalle der Maristenschule wird geschlossen und der BCR steht für einige Jahre ohne geregelte Trainingsmöglichkeiten da. Obwohl einige Spieler das Angebot des SV Unkel annehmen und dort als Gäste mittrainieren, besteht der Verein eher auf dem Papier als aktiv. Die Wende kam dann erst 1964 mit der Eröffnung der St. Martin Turnhalle. Obwohl auch hier nur ein Feld vorhanden war, begann sich die Mitgliederzahl stetig zu erhöhen. Ab 1966 bekommt man dann auch nachmittags Trainingszeiten, was den Aufbau einer Jugendabteilung ermöglicht. Eben diese ist es auch, die vom Ende der 60er Jahre bis heute die größten Erfolge für den BC Remagen erringen kann. Unzählige Rheinlandmeistertitel sowie einige Südwestdeutsche Titel und auch Treppchen-Plätze auf Deutschen Meisterschaften konnten von den jungen Spielern errungen werden.1969 brachte dann den absoluten Aufschwung. Der BCR zog in die Realschulhalle um und schaffte gleichzeitig mit der Meisterschaft in der Rheinlandliga den Aufstieg in die heutige Oberliga Südwest. Die Mitgliederzahl stieg noch weiter an, und so wurde 1972 zum ersten Mal eine zweite Mannschaft gemeldet.

1970er

Im Jahr 1973 erreicht Angelika Asmuth die beste Remagener Platzierung der bisherigen Vereinsgeschichte. Sie wird in Berlin im Gemischten Doppel Deutsche Vizemeisterin. Des Weiterenstehen Namen wie Franz Pütz, Thomas und Andreas Mund, Detlev Meyer, Anka Büchel, Klaus Möhren, Sabine und Petra Rönneper, Dagmar Bröhl und Eva-Maria Seifert für weitere ganz große Erfolge des BC Remagenaus dieser Zeit.

1980er

Pünktlich zum Umzug 1983 in das heutige Domizil, die Rheinhalle, gelingt der ersten Mannschaft erneut der Aufstieg in eine überregionale Klasse. Dort kann sie sich immerhin zwei Jahre halten, muss dann aber den schweren Gang zurück in die Rheinlandliga antreten. Diese Mannschaft blieb dann bis Anfang der 90er in nahezu unveränderter Besetzung zusammen. Ebenfalls Anfang der 80er Jahre übernimmt dann ein junger Mann das Ruder, der später insgesamt fast 35 Jahre (!) die Geschicke des Badminton Clubs Remagen leiten wird –Rolf Schlepp, unser heutiger Ehrenvorsitzender. Unter seiner Führung wird der Verein zu seiner jetzigen Stärke aufsteigen und auch die Ausrichtung des Vereins ist ganz eng mit seinem Namen verbunden.

Nachdem fast 20 Jahre die „Realschulhalle“, heute bekannt als Sporthalle der IGS,  gelingt Pünktlich zum Umzug 1983 in das heutige Domizil, die Rheinhalle, der ersten Mannschaft erneut der Aufstieg in eine überregionale Klasse, die Oberliga Südwest. Dort kann sie sich immerhin zwei Jahre halten, muss dann aber den schweren Gang zurück in die Rheinlandliga antreten. Diese Mannschaft blieb dann bis Anfang der 90 er in nahezu unveränderter Besetzung zusammen.

1990er

Nachdem 1994 jedoch alle sechs Stammspieler aus Berufs-, bzw. Altersgründen der ersten Mannschaft Lebewohl sagen mussten, bestand für den Verein das Risiko, ins rheinländische Mittelmaß abzufallen. Auf einer außerordentlichen Versammlung entschloss man sich dann aber, um die beiden, zu diesem Zeitpunkt noch jugendlichen Spieler Heiko Weinert und David Schlepp, eine "neue Erste" aufzubauen, damit diese nicht zu anderen Vereinen abwandern würden.

Zwei Jahre lang konnte man die Klasse halten und dann konnte - als bis dahin sensationellste Neuverpflichtung der Vereinsgeschichte - der ehemalige Nationalspieler der Ukraine Igor Chesnitzkij aus Odessa verpflichtetwerden.

Dazu gesellte sich noch Dirk Schlebach – damals Spieler in der 2. Bundesliga beim VfB Linz, als Trainer, der die sehr junge Mannschaft unter seinen Fittiche nahm und sie ein großes Stück, sowohl spielerisch, als auch in der Einstellung zum Badminton nach vorne bringen konnte. Unter diesen denkbar günstigen Voraussetzungen ließ sich der erneute Aufstieg in die Oberliga Südwest nicht "vermeiden".

Im darauffolgenden Jahrwurden dann immer wieder junge Spieler, wie z.B.Daniel Schlepp – heute unser Vereins-Physio – aber auch Kai Sauerland oder Julia Jackowski (heute Marquardt) eingebaut. Nach einer etwas verkorksten Hinrunde, die als Tabellenvorletzter abgeschlossen wurde, konnte man sich mit der zweitbesten Rückrundenbilanz mit nur einer Niederlage noch auf einen gesicherten Platz im Mittelfeld vorschieben.

Im zweiten Jahr der Zugehörigkeit der Oberliga Südwest wurde mit dem dritten Rang die beste Mannschaftsplatzierung der Vereinsgeschichte erreicht. In den nächstenbeiden Jahren wurde dann zweimal der Aufstieg in die Regionalliga mehr oder minder knapp verpasst.

Zum vierzigjährigen Vereinsjubiläum 1997 wurde erstmalig der Königsbacher Cup ausgespielt. Anfangs nur als einmalige Sache geplant, entwickelte er sich schnell zu einem über die Landesgrenzen hinaus beliebten Turnier. Dadurch entwickelte sich der BC Remagen auch zum Ausrichter vieler Turniere, über Rheinland- und Deutschen Ranglistenturnieren bis hin zu Länderspielen und Deutschen Meisterschaften.

In der Saison 1999 / 2000 sollte es dann endlich mit dem sportlichen Aufstieg in die dritthöchste deutsche Spielklasse klappen. Mit Bernd Mockenhaupt wechselte der amtierende Südwestdeutsche Vizemeister ein paar Meter rheinabwärts zu uns. Dazu gesellten sich noch die beiden Nachwuchstalente Mareike Rinke und Anne Zimmermann (heute Mockenhaupt – wir sind also auch Heiratsvermittler!). Ohne Niederlage wurden die Gegner distanziert und so durfteman im neuen Jahrtausend in der Regionalliga antreten. Mit der Firma DUNLOP wurde ein sehr bekannter Hauptsponsor gefunden, und diese – für beide Seiten sehr fruchtbare - Zusammenarbeit existiert bis heute!